Augsburger will VW verklagen
Alte Liebe rostet nicht. Alte Autos bisweilen schon. Aber auch (fast) neue Autos? Einem Augsburger ist es offensichtlich so ergangen. Er musste an seinem gerade einmal viereinhalb Jahre alten VW Passat den Kühler tauschen lassen - weil der infolge Korrosion undicht geworden war, wie er sagt. Weil sich die Werkstatt weigerte, die Kosten dafür zu übernehmen, könnte der Fall Wellen schlagen. Der Autobesitzer und sein Anwalt wollen Volkswagen nämlich einen Konstruktionsfehler nachweisen - mit entsprechenden Folgen. Der Konzern freilich gibt sich gelassen: "Unser Passat funktioniert", heißt es in Wolfsburg.
Es war im Oktober 2006, als der Augsburger nach eigenen Angaben entdeckte, dass der Kühler seines Passats undicht ist. Er fuhr sofort zu seiner Werkstatt. Die stellte fest: Der Kühler muss ausgetauscht werden. Die Kosten dafür sollten sich auf 375 Euro belaufen. Eine Übernahme der Kosten auf Kulanzbasis lehnte die Werkstatt ab.
Der Mann und sein Anwalt wandten sich daraufhin direkt an VW. Die Antwort des Konzerns ließ nicht lange auf sich warten: Man habe die Werkstatt gebeten, die Hälfte der Reparaturkosten zu übernehmen. Doch darauf wollte sich nun der Augsburger nicht einlassen. "Bei einem Kühlergrill handelt es sich um ein wesentliches, für die Sicherheit im Betrieb des Pkw dienendes Teil". Im vorliegenden Fall müsse man von einem Konstruktionsfehler bei dem Passat ausgehen. Und für den müsse Volkswagen eben haften. Komplett.
Also zog der Augsburger vor Gericht. Das beauftragte einen Sachverständigen damit zu prüfen, ob am VW Passat, Typ Limousine 1.6, des Baujahrs 2002 tatsächlich ein Konstruktionsfehler vorliege. Das geschah. Und der Experte bestätigte die Einschätzung des Autobesitzers: Im Bereich des Kühlermantels seien links und rechts erhebliche Korrosionsmängel zu sehen. "Ursächlich für diese Beschädigung ist ein Konstruktionsmangel des Fahrzeugs in diesem Bereich", heißt es wörtlich in dem Gutachten, das auch unserer Zeitung vorliegt.
Auch der Volkswagen-Konzern hat das Gutachten aus Augsburg inzwischen vorliegen. In Wolfsburg gibt man sich allerdings gelassen. "Natürlich werden wir das Gutachten genau prüfen", sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. "Aber es ist schon höchst unwahrscheinlich, dass da ein Mangel vorliegt."
Eher habe sich wohl der Gutachter geirrt, meinte der Sprecher. "Denn unser Passat ist vernünftig konstruiert." Woran der Augsburger und sein Anwalt angesichts des Gutachtens nicht mehr glauben. Sie wollen um die 375 Euro weiter kämpfen. (bo)
Artikel vom 22.06.07 - 20.15 Uhr
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kurz nach diesem Artikel bekam ich mein Geld von VW. Inkl. der Kosten für das Gutachten und der Anwaltskosten.
statt der lächerlichen 375€ für die Reparatur wurden es über 2500€
und das alles wegen der Ignoranz von VW!
Ich habe aber das Problem, dass es viele Leute gibt, die leer ausgegangen sind und selber für die Fehlkonstruktion immer noch zahlen müsse.
So habe ich, vor eine Internetseite zu bauen, wo ich allen die Möglichkeiten geben möchte sich auf meinen Fall zu berufen und von VW das Geld zurück zu verlangen.
Bitte um eure Hilfe
Kennt jemand von euch vielleicht auch einen Anwalt der mir bei der rechtlichen Absicherung der Seite (kostenlos) zur Seite stehen würde.
es ist mir bewusst, dass VW diese Seite keine Minute tolerieren wird und nach Angriffspunkten suchen wird.
Ich sucht auch Leute die das gleiche Problem hatten und von VW nichts bekommen haben.
ich will die Ausmaße der VW Ignoranz gegenüber den Kunden offen legen
es wird jedem in der Werbung vermittelt - wir bauen "DAS AUTO" - nur welches - "das sch. Auto"
deraugsburger74@gmx.de



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