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Frage: Wie verlege ich Stromkabel von der Batterie in den Innenraum für eine externe Endstufe und was muß ich dabei beachten?
Antwort: Zunächst muß man entscheiden, wie dick das Kabel dimensioniert sein sollte. Bei den Stromkabeln zählt folgender Grundsatz : je größer der Kupfer-Querschnitt, desto besser. Kleine Querschnitte haben den Nachteil, einen großen Innenwiderstand zu haben, was wiederum zu hohem Spannungsabfall führt. Soll heißen, das unter Belastung die 13.8Volt, die an der Lichtmaschine anliegen, nicht an der Endstufe ankommen. Außerdem könnte es ja sein, daß man auch mal Wattmäßig aufrüsten möchte. Und dann freut man sich, wenn schon eine ausreichten Strippe liegt.
Spätestens nach 30 cm sollte in dem Kabel eine Sicherung vorhanden sein, die NICHT die Endstufe, sondern das Kabel im Falle einen Kurzschlusses zur Karosserie absichert. Der Sicherungswert ergibt sich

aus der maximalen Stromaufnahme der Endstufen. Sonst steht die Karre nach einem Unfall unter Strom... Das Massekabel sollte mindestens so dick wie das Stromkabel dimensioniert werden, ein solider Massepunkt an der blanken Karosserie ist hier Pflicht, der Strom, der nach hinten geleitet wird, muß auch wieder abgeleitet werden. Ebenso sollte der Massepunkt auch nicht zwar blank und solide verarbeitet werden, aber dann aus einem Blech im Kofferraum bestehen, welches mit 2-3 Schweißpunkten mit dem Rest der Karosserie verbunden sein. Ein Schweißpunkt hat eine Fläche von wenigen Quadratmillimetern, da bringen dann auch daumendicke Massekabel nichts...Kurze Kabelwege sparen nicht nur Geld, es sieht auch sauberer aus und mindert die Verlustleistung. Dennoch sollten die Kabel spannungsfrei verlegt werden, bei scharfkantigen Löchern, wo das Kabel durchgeführt wird, sollte entweder die Isolierung verstärkt werden oder, eleganter, Leerrohre verwendet werden. Legt man Kabel über 20mm² im Querschnitt, sollte auch die Masse von der Karosserie zurück zur Batterie verstärkt werden. Entweder das originale 8mm² austauschen oder durch ein zusätzliches Kabel unterstützen. Verbaut man Verstärker mit einer Gesamtleistung von mehr als 2 kW, sollte man eventuell auch über eine Zusatzbatterie nachdenken. Ebenso sollte man das Ladekabel von der Lichtmaschine zur Batterie verstärken. Man bedenke: Alles, was werksmäßig eingebaut ist, dient zur Versorgung der Serienelektronik. Kein Autohersteller hat je an Anlagen jenseits der 1000 Watt mit DVD-Player etc. gedacht...

Frage: Was ist ein Kondensator, was macht der, wie wird er verbaut und brauche ich einen?
Antwort: Ein Kondensator, auch Cap (Kurzform von engl. Capacitor) oder Elko (Elektrolytkondensator) genannt, speichert elektrischen Strom und gibt ihn wie eine Batterie wieder ab. Die Speicherfähigkeit bzw. Kapazität in Farad (F) angegeben. Allerdings ist er dennoch nicht mit einer Batterie zu vergleichen. Speichert eine Batterie Strom dauerhaft und gibt sie eher träge ab, ist ein Kondensator nach kurzer Zeit entladen, wenn man ihn vom Netz trennt. Außerdem gibt er den Strom extrem schnell ab. Das ist auch Sinn und Zweck, wieso man überhaupt einen Elko verbaut. Eine Batterie hat nicht die Geschwindigkeit, Strom bei einer Bassattacke flott zur Endstufe zu liefern, sie ist einfach zu träge. Anders ein Kondensator. Kurzschlußartig versorgt er die zu versorgende Endstufe mit Power. Allerdings nur im Millisekundenbereich. Lange Bassverläufe sind auch nicht die Spezialität von Elkos, wird über einige Sekunden (wie auf Bass CD's oder dB Drag) Power gebraucht, geht kein Weg um eine Zusatzbatterie. Ein Kondensator verliert mit steigendem Kabelweg zur Endstufe zunehmend an Effizienz, über 50 cm ist die Wirkung gleich Null. Daher so kurz wie möglich an die zu puffernde Endstufe. Pro angefangene 1000 Watt sollte man mit einem Farad puffern. 2 kW also mit 2 F, wobei hier zwei Caps mit je einem Farad sinnvoller sind als ein einzelner mit 2 Farad, da bauweise bedingt zwei kleine schneller mit der Stromabgabe sind als ein großer.
Eingebaut wird ein Cap mit Schutzelektronik, welche die Ladung steuert und bei Verpolung vor Unfällen schützt, indem er parallel zur Batterie angeschlossen wird. Soll heißen: Der Kondensator wird mit der Plusklemme an das Pluskabel zwischen Batterie und Endstufe angeschlossen und mit dem Massekabel zwischen Endstufenmasse und Karosserie. Man kann auch die Endstufe an Masse der Karosserie klemmen und den Elko ebenfalls an die Karosserie schließen, das kommt sich gleich.
Besitzt man einen Kondensator ohne Ladeelektronik, muß man einen Widerstand zum Laden nutzen. Hier wird zuerst der Cap an die Endstufe geschlossen. Bevor man nun die Batterie an den Kondensator anklemmt, muß man einen Verbraucher zwischen Batteriekabel und Cap halten. Das kann eine kleine 12 Volt Birne sein oder sonst was. Die meisten Hersteller von Elkos ohne Elektronik liefern einen Ladewiderstand mit. Nachdem man nun ca. 3-5 Sekunden den Kondensator so geladen hat, kann man in der nächsten Minute den Kondensator endgültig verkabeln.
Zum Entladen entweder den Ladewiderstand zwischen die Pole des Kondensators halten (vorher natürlich die Sicherung der Anlage an der Batterie entfernen, sonst wartet man bis zum Sankt. Nimmerleins Tag). Die 12 Volt Birne zieht den Kondensator leer. Oder schneller und bequemer gehts auch so: Sicherung raus und einfach die Musik einschalten. Die Endstufe entleert den Cap innerhalb weniger Sekunden.
Ein Kondensator sollte mit Liebe behandelt werden, verbeulte oder gestürzte Caps sollten lieber nicht verbaut werden. Jeder, der mal gesehen hat, wie so ein Teil platzen kann, weiß, was gemeint ist.
Je nach Hersteller und Qualität hat ein Cap eine Lebensdauer von ca.5 Jahren. Ein defekter Kondensator hat übrigends genau den gegenteiligen Effekt zur Folge, er bremst mehr den Strom, als das er ihn "beschleunigt".
Kondensatoren gibt es für Endstufen (nicht nur Bassendstufen müssen gepuffert werden, Mittelhochtonendstufen beklagen sich auch nicht) und auch für Radios. So groß wie eine Filmdose mit 68000 µF stabilisieren sie die Stromversorgung der Headunit, denn wenn das Radio mangels Strom ins Clipping läuft, kann auch die beste Stromversorgung an den Endstufen nichts mehr retten.

Frage: Brauche ist eine Stützbatterie und wie wird sie geladen? Brauche ich ein Trennrelais?
Antwort: Sicherlich ist eine Zusatzbatterie nicht verkehrt, grundsätzlich ist es nicht nötig. Die Serienbatterie wird entlastet und man hat kurze Kabelwege zu den Endstufen, wenn alles hinten verbaut wird. Außerdem kann man sich fingerdicke Kabel nach hinten sparen, ein 20mm² reicht als Ladekabel völlig.
Die Zusatzbatterie sollte von ihren Daten in etwa der Serienbatterie entsprechen, idealerweise hat man zwei gleiche Batterien, um eine gegenseitige Entladung vorzubeugen. Geladen wird sie über die Lichtmaschine. Aber da sie die Batterie nie vollkommen aufladen wird, sollte man von Zeit zu Zeit mit einem Ladegerät über Nacht nachhelfen. Es sei bedacht, daß bei dem Einbau einer zusätzlichen Batterie nicht nur das Kabel von vorne nach hinten an der Serienbatterie abgesichert werden muß, sondern nun auch nochmal von hinten nach vorne. Brennt vorne die Sicherung aus irgendwelchen Gründen durch, ist ja jetzt immernoch hinten eine Batterie vorhanden! Also hinten auchnoch mal eine Sicherung ans Ladekabel, dann kann nichts passieren. Ein Trennrelais ist nur von nöten, wenn zwei verschiedene Batterien vorhanden sind, um eine gegenseitige Entladung zu vermeiden. Die schwächere Batterie würde sonst von der stärkeren Strom ziehen, um sich selbst zu laden. Allerdings ist dies nur von Interesse, wenn der Wagen mal über Wochen still steht, von heute auf morgen passiert da nix. Außerdem kann man im Falle eines mehrwöchigen Urlaubs auch einfach die Sicherung des Ladekabels entfernen, damit ist sie vom Bordnetz getrennt. Denn ein Trennrelais bedeutet wieder einen Widerstand, welcher den Ladestrom mindert.
Stützbatterien sollten bei wattstarken Anlagen mit mehreren kW oder Fahrzeugen, wo die Anlage oft "im Stand" betrieben wird installiert werden. Auch im Winter macht sich eine Zweitbatterie gut, da bei Kälte die Startleistung einer Batterie schnell mal auf 40% sinken kann. Und wenn die Batterie da schon etwas betagt ist.....wer kennt das nicht?
Es sollte eine wartungsfreie Gelbatterie verbaut werden, die nicht gasen kann. Sie sollte zudem sicher verbaut werden, Stöße durch Verrutschen o.ä. schaden den Zellen und mindern die Lebensdauer.

Frage: Soll ich die Tür dämmen? Lohnt sich der Aufwand?
Antwort:Stell Dir mal vor, Du willst hochspringen, um z.B. einen Apfel von einem Baum zu pflücken. Und nun stell Dir vor, Du stehst auf einer Schaumstoffmatte, die nachgibt, wenn Du hochspringen willst. So wird das nichts. Und genau diese Arbeitsbedingung hat Dein Lautsprecher System. Alles, was mitschwingt, zudem gegenphasig, also in die andere Richtung, vernichtet Energie. Hat der Lautsprecher nun eine feste Unterlage, und das gilt nicht nur für das Türblech, sondern auch für die Lautsprecheraufnahme (sollte entweder mit GFK Spachtel dick eingepackt werden oder ganz aus Alu,Gusseisen,Messing,MPX oder MDF nachgebaut werden) , die Türverkleidung und das Türinnenblech, kann er sich voll und ganz auf das Musizieren konzentrieren. Alles was schwingt, stiehlt also zum einen Energie, was also die Lautstärke senkt (dadurch müssen Endstufe und Lautsprecher mehr arbeiten, um den gewünschten Pegel zu halten), zum anderen gibt es Auslöschungen, denn wenn etwas unerwünscht mitschwingt, hebt es unter Umständen einzelne Frequenzen auf. Die Musik klingt nicht mehr so, wie der Toningenieur sich das bei der Aufnahme gedacht hat. Also alles, was Dir unterwegs zum Lautsprecher begegnet, stabilisieren, dämmen, entklappern oder sonstwie verstärken oder ruhig stellen. Übertreiben kann man hier nicht, ich kenne Leute, die haben ihre Türverkleidung mit Keramiklaminat ausgelegt. Schußsicher, aber auch 15 kg schwer...
Mehr noch: bevor ich Lautsprecher in die gedämmte Tür verbaue, modifiziere ich noch den Lautsprecherkorb. Der Magnet wird mit dem Korb verspachtelt, was normalerweise nur mit 4-6 Nieten verbunden ist. Der Korb an sich bekommt dicke Nähte mit der Heißklebepistole, denn dieser Kunststoff ist hochdämpfend. So schwingt am Ende wirklich nur noch die Membran mit der Mechanik.
Übertrieben? Völlig abgedreht? Mag sein. Aber wenn man erstmal einen Einbau dieser Art gehört hat, wo die eigene CD mit Kickbass anstelle *babb* auf einmal *TACK!!!* klingt, das man mit den Augen zuckt, spätestens dann macht man sich Gedanken...

Will man es 100% machen, so sollte man erstmal den Fahrzeuginnenraum leerräumen. Bodengruppe, Dachhimmel sowie Türen sind die größten Blechflächen, hier sind Vibrationen am ehsten zu erwarten. Mit schweren Bitumenmatten beklebt hat man schon mal die halbe Miete, was guten Klang angeht. Für die allermeisten Anwendungen reicht die Dämmung der lautsprechernahen Bereiche. Also Türen und Kofferraum, wenn dort ein Subwoofer verbaut wird.
Türen können mit Bitumenmatten gedämmt werden, möglichst dick und schwer, Streichbitumen oder Sprühdämmung gibts auch, sind aber relativ teuer und weniger effektiv. Jede der genannten Dämmungen sind wasserfest, man muß die Tür allerdings komplett entfetten, mit Spiritus oder Aceton gehts ziemlich gut. Während der Zeit vielleicht dann für gute Belüftung sorgen und mal keine rauchen...
Richtig stabil bekommt man eine Tür auch, wenn man in Streifen gesägte MDF oder Multiplexplatten mit Pattex Montagekleber einklebt. Da scheppert nichts mehr. Kriegt man allerdings auch nie wieder ab...

Entdröhnen
Grundsätzlich ist zwischen zwei Arten der Dämmung zu unterscheiden. Die reine Materialentdröhnung stellt unerwünschte Krawallmacher ruhig. Insbesondere große Blechflächen wie etwa die Türen oder der Kofferraum sind schwingungsfähige Systeme. Kräftige Bässe regen diese zum Mitschwingen an, es entstehen teilweise sehr laute, störende Nebengeräusche. Die heute üblicherweise dünnen Autobleche weisen ein sehr geringes Gewicht pro Quadratzentimeter auf. Daher wird nur wenig Energie benötigt, um sie zum Schwingen anzuregen. Außerdem liegt die Resonanzfrequenz, bei der die Anregung besonders effektiv ist, störend im Frequenzbereich der Musik. Die Eigendämpfung von nacktem Blech ist gering, selbst bei kurzen Musikimpulsen schwingt es lange nach.

Masse macht’s
Abhilfe schaffen Entdröhnmaßnahmen. Ob Flüssigdämmung oder Bitumenmatte, das Prinzip ist das gleiche. Durch das Aufbringen zusätzlicher Masse werden Resonanzen gemildert und ihr Frequenzbereich verschoben. Zusätzlich wird die Eigendämpfung des Blechs verstärkt. Das Mitschwingen wird minimiert. Es ist dabei selten nötig, das Blech flächendeckend zu bedämpfen. Meist reicht es schon aus, das Dämmmaterial nur auf einem Teil der mitschwingenden Fläche aufzubringen
Dämmmaterialien sollten für optimale Ergebnisse also möglichst schwer sein. Nicht umsonst gibt es High- End- Begeisterte, die ihre Heimlautsprecher aus Beton gießen. Auch im Auto dienen echten Freaks zusätzliche Masseringe (AIV, Heilbronn) der akustischen Stabilisierung des Lautsprecherkorbs. Ansonsten ist im Fahrzeug zusätzliches Gewicht eher von Nachteil, da der Spritverbrauch steigt und Zuladung sowie Fahrleistungen herabgesetzt werden. Dies mag unwichtig erscheinen, wenn lediglich kleine Teile der Türen bedämmt werden. Soll jedoch der gesamte PKW ruhig gestellt werden, muss man sich darüber im Klaren sein, dass hier etliche Kilos zusammenkommen können. Die Hersteller von Dämmstoffen sind daher bemüht, leichte Materialien mit möglichst großer Wirkung zu entwickeln.

Luftschalldämmung
Die zweite Art der Dämmung ist die Luftschalldämmung. Hier geht es darum, unerwünschte Luftverwirbelungen und Reflexionen an Wänden zu verhindern.
Hierzu dienen z.B. Noppenschaummatten, wie man sie vielleicht aus dem Tonstudio kennt, und Dämmwatte, wie sie im Lautsprecherbau verwendet wird. Das Funktionsprinzip ist klar. Noppenschaummatten absorbieren den Schall bzw. bringen ihn durch Vielfachreflexionen zwischen den Noppen zur Auslöschung, (Polyester) Watte verlängert die Laufzeit des Schalls durch viele kleine Umwege und absorbiert ihn teilweise.
Stoffe zur Luftschalldämmung finden ihren Einsatz hauptsächlich in Subwooferkisten oder beim Einsatz von Subwoofern in der Reserveradmulde. Wasserdicht versiegelter Noppenschaumstoff kann auch in den Türen eingesetzt werden

Einsatzorte
Will man das komplette Auto akustisch ruhig stellen, so ist dies je nach Fahrzeugtyp mit einem erheblichen Aufwand an Zeit und Geld verbunden. Wer nicht permanent Extrempegel hört und keine Audiophylen High- End- Ansprüche hat, ist gut beraten, sich auf einige neuralgische Stellen der Karosse zu beschränken. Das sind alle großflächigen Blechteile, die nicht profiliert oder verstärkt sind,
Unabdingbar ist in aller Regel die Dämmung der Türen. Bereits die Beklebung von ca. einem Drittel der Fläche mit Dämmmaterial wirkt meist Wunder und lässt nicht nur den Kickbassbereich deutlich präziser werden. Diese Arbeit sollte direkt bei der Montage der Türlautsprecher vorgenommen werden. Eine nachträgliche Demontage der Türverkleidungen schafft nur unnötige Mehrarbeit und hier ist Dämmung wirklich Pflicht.
Das Bodenblech lässt sich nach Entfernen der Teppiche Ruhigstellen. Eine Dämmung des Dachs ist sinnvoll, die Demontage des Dachhimmels ist jedoch schwierig und mit erheblichem Aufwand verbunden.

 

Frage:Meine Endstufe hat 1000 Watt! Oder doch nicht?
Antwort:Wenn man sich nicht sicher ist, ob die aufgedruckte Leistung der reellen Leistung entspricht, kann man mal einen Blick auf die, wenn vorhanden, Sicherungen der Endstufe schauen. Sind 1000 Watt aufgedruckt, die Sicherung aber einen Wert von 30 Ampere hat, kann man schon mal von erheblich weniger ausgehen. Denn verlangen 1 kW schon mal nach satten 120 Ampere Stromaufnahme, was bei einer 30 Ampere Sicherung schon mal nicht möglich ist.
Aber wieviel Watt hat denn nun meine Endstufe? Also, gehen wir mal von einer Vierkanalendstufe mit einer maximalen Stromaufnahme von 30 Ampere aus (ok, durch die Trägheit der Sicherung kann eine 30 Ampere Sicherung auch kurzfristig mal 50 oder mehr Ampere durchlassen, bevor sie durchbrennt), dann ergibt sich:

14.4 Volt * 30 Ampere = 432 Watt Stromaufnahme

Das zieht die Endstufe also bei Volllast. Als nächstes kommt der Wirkungsgrad einer Endstufe in die Rechnung. Der Wirkungsgrad einer analogen Endstufe liegt in der Regel zwischen 35 - 50 %, wobei 50% schon top sind. Der Rest verpufft in Abwärme.

432 Watt * 50 % Wirkungsgrad = 216 Watt Ausgangsleistung.

Bei vier Kanälen sind das dann 54 Watt pro Kanal (anstatt 250 Watt).

Wohlgemerkt: Eine ausreichende Stromversorgung vorausgesetzt, schwächelt die Batterie oder sind die Strippen zu dünn gewählt, kommen an der Endstufe anstatt der 14.4 Volt weniger an. Dadurch verschiebt sich das Ergebnis nach unten oder führt zu einer Beschädigung der Endstufe. Wird Leistung gefordert und kein Strom nachgeschoben, kann das Netzteil abbrennen, weil die Endstufe versucht, die Ausgangsspannung an den Lautsprecherklemmen konstant zu halten.

Bei Digitalverstärkern ist es ein wenig anders: Wirkungsgrade von 90% und mehr versprechen einen geringeren Strombedarf, aber auch hier sollte man sich nicht allzu sehr täuschen lassen. Von mir gemessene Endstufen wie die Powerhouse D2 von Earthquake oder die µ Dimension ziehen auch über 100 Ampere.

 

Frage: Ich möchte mir einen Subwoofer selber bauen, was muß ich beim Gehäusebau beachten?
Antwort: Da sind mehrere Sachen, die unbedingt beachtet werden müssen. Als allererstes muß geklärt werden, welches Gehäuse für mich und meinen Woofer am besten ist. Geschlossen, Bassreflex, Bandpass (einfach ventiliert, doppelt ventiliert, serielle Bandpässe) sind die gängigen Gehäuse.
Ist die Wahl getroffen, gehts los.
Das Material.
Dick ist nicht gleich stabil. Es ist sinnvoller, 18mm Birke Multiplex zu verwenden als 30 mm MDF, da es härter und leichter ist als MDF. Das Gehäuse soll stabil werden, nicht schußsicher. Da MDF aus unter Druck verleimten Spänen besteht und Multiplex aus mehrfach verleimten Sperrholz, ist Multiplex wesentlich stabiler. Spanplatte ist ungeeignet, da sie sehr schnell ausfranst, luftdurchlässig ist und anfällig für Beschädigungen ist.
Desweiteren ist es sinnig, große Flächen gegeneinander zu verstreben. Je größer die Fläche, desto tiefer ist die schwingende Frequenz. Diese Frequenzen sollten außerhalb des Arbeitsbereiches des Subwoofers liegen. Schwingt eine Fläche bei 50 Hz mit, nervt es nicht nur durch Dröhnen, sondern entzieht dem Woofer auch bei dieser Frequenz die Energie durch gegenphasige Bewegung. Schwingt eine Fläche bei 1000 Hz, kann es getrost vergessen werden, da ein Woofer je nach Größe und Einsatzbereich bis max. 100 Hz arbeitet.
Also kommen da Streben rein. Soweit, so gut. Einfach mal ein Stück aus dem Besenstiel sägen? Hmmm....geht auch, aber eleganter ist ein Brett, welches zwischen Boden und Deckel oder hinteren und vorderen Schallwand verbaut ist. Und natürlich sollte es strömungsgünstig zum Woofer stehen, nicht mit der Breitseite zur Strömungsrichtung. Perfektionisten runden die Kanten der Strebe ab. Seitenteile kann man mit einer Diagonalstrebe von Boden/Deckel zur verstärken. Diese Streben kann man zur Gewinnung von Volumen und Verringerung des Gewichts der Konstruktion aussparen. Mehrere ausgesägte Löcher oder zur einem Rahmen ausgesägt verliert sie nichts an ihrer Stabilität, jeder Statiker wird bestätigen, daß Kräfte immer am Rand einer Konstruktion abgeleitet werden.
Wobei wir bei einer Ringversteifung wären. Ein Gehäuse kann man auch sehr gut verstreben, wenn man in der Kiste einen Ring (sozusagen ein Seitenteil innerhalb der Kiste, welche bis auf 15-20mm ausgesägt wurde) verklebt.

Auf dem Foto sieht man auch die doppelte Schallwand, wo der Woofer drin sitzt. Zum einen kann man zwei verschiedene Durchmesser aussägen, einmal den Einbaudurchmesser, einmal den Außendurchmesser des Lautsprechers. So ist er erstens versenkt und zweitens ist die Schallwand stabiler.
Man erhält auch sehr viel Stabilität durch Schichtbauweise. Eine 10mm Lage aus MPX oder MDF als Außenhaut, innerhalb der Kiste eine weitere Lage aus Spanplatten. MDF bzw. MPX ist stabil, Spanplatte ist weich und hoch dämpfend. Zu "einer" Platte verleimt erhält man ein sehr gutes Lautsprechergehäuse, da es akustisch absolut tot ist. Aber solch ein Aufwand ist eher bei Heimlautsprechern sinnvoll, ein Carhifi Subwoofer darf ruhig mitschwingen, solange es nicht....ich habs ja oben schon mal erwähnt.
Eine Resonanz kann man auch erhöhen, in dem man auf die entsprechenden Flächen Rippen aufdoppelt. Zusätzlich zur Strebe kann man in Abständen Holzleisten oder Bretter aufkleben, wie man es aus dem Flugzeugbau kennt. Das erhöht die Stabilität ungemein.
Auch ein Port sollte stabil sein. Ein Rohr kann man entweder mit Bitumenmatten einpacken, ein Holzschacht kann man mit einer Strebe versehen.

Nun gehts ans zusammenbauen. Alle Bretter sollten sauber sein, die Kanten nicht ausgefranst, da man sonst keine saubere Auflagefläche hat. Verleimt und verschraubt (Schraubenabstände nach Auge, genau ausgemessen ergibt eine Symetrie, welche wieder eine unerwünschte Resonanz erzeugt, Stichwort Glocke: die ist symetrisch und schwingt) sollte sie schon dicht sein. Beim Verschrauben sollte man immer den Kerndurchmesser einer Schraube vorbohren. MDF und MPX spalten sich sehr schnell auf. Sehr zu empfehlen ist Ponal X-PERT Konstruktionskleber für Holz. Einfach und sauber zu verarbeiten, extrem in der Klebekraft, leicht aufschäumend dichtet es Spalten bis einige Millimeter ab, steinhart aushärtend. Nimm man diesen Kleber, kann man gänzlich auf Schrauben verzichten. Außer für den Lautsprecher natürlich. Hier sollte man allerdings Latexhandschuhe anziehen, von den Fingern geht es nur sehr widerwillig wieder ab. Und vielleicht nicht gerade den teuersten Zwirn anziehen...

Am Ende kann man die Kiste dann entweder lackieren, mit Holzwachs einreiben (sehr edel) oder mit Filz beziehen. Mit Sprühkleber gehts am einfachsten.
Unnötig zu erwähnen, daß ein Gehäuse, egal welcher Art, sorgfältig gebaut werden sollte. Auch (und gerade) Bassreflexgehäuse und Bandpässe müssen 100%ig dicht sein, Luftspalten sind absolut inaktzeptabel!
Ebenso sollte ein Lautsprecher fest und dicht im Gehäuse sitzen. Mitgelieferte Gummiringe dienen der Optik, fördern aber nicht einen stabilen Sitz auf der (100% ebenen) Auflagefläche. Dicht bekommt man einen Lautsprecher, wenn man zwischen Lautsprecherauflage und Lautsprecher eine kleine Spur Holzleim setzt. Das dichtet ab und ist mit einem kleinen Hebeln mit einem Schraubendreher wieder zu lösen.
Letztendlich das einschrauben des Lautsprechers:
Spaxschrauben? Hmmm....neee.
Einschlagmuttern sind da besser. Nur bei vielen Lautsprechern ist der Rand so knapp bemessen, daß man da kaum vernünftig Einschlagmuttern einsetzen kann. Und einmal verkantet oder zu fest gedrückt, schon ist die Einschlagmutter wieder herausgedrückt. Und wenn man die Schraube schon halb eingedreht hat, steht man vor einem Problem - wie krieg ich den Lautsprecher wieder heraus?
Ich habe es folgendermaßen gelöst:
Hinter dem Lautsprecher hab ich ein Fenster ins Gehäuse gesägt, durch welches ich bequem den Woofer erreichen kann. So konnte ich die M6 Schrauben von hinten mit großflächigen Unterlegscheiben verschrauben. Solider kann man keinen Lautsprecher verbauen.
Das Fenster wird dann mit der ausgesägten Platte wieder verschlossen, sie sitzt auf einem von innen angeleimten Rahmen.

Zu guter Letzt:
Es soll bloß keiner auf die Idee kommen, Undichtigkeiten mit Silikon abzudichten! Silikon ist schlecht, da es nachgibt und sich mit der Wooferauslenkung hin- und herbewegt. Irgendwann fliegt es dann komplett ab. Undichte Stellen sollten mit angesprochenem Kleber, herkömmlichen Holzleim oder Unterbodenschutz für Autos gefüllt werden.

 

Frage: Mein Radio hat eine Laufzeitkorrektur....was genau ist das und wie stelle ich sie ein?

Antwort: Eine Laufzeitkorrektur (kurz LZK) gleicht die Entfernungsunterschiede der Lautsprecher zur Sitzposition virtuell aus (man sitzt als Fahrer näher am linken Lautsprecher als am rechten Lautsprecher) und "rückt" somit den Fahrersitz in die Mitte zwischen den Lautsprechern, in dem der näherliegende Lautsprecher vom Zeitsignal verzögert wird.
Da man einen Lautsprecher nur verzögern kann und nicht beschleunigen, nimmt man als Ausgangspunkt den am entferntesten Lautsprecher, in der Regel ist das der Woofer, der ist im Kofferraum verbaut. Beim Skoda Octavia sind das rund 152cm. Also stellen wir den Woofer auf 152cm. Die vorderen Lautsprecher in den Türen (16er) sind etwa 80cm (links) und 112cm (rechts) entfernt. Für den Hochtöner im Spiegeldreieck zählt der selbe Wert. Nun sollte die Stimme des Sängers/der Sängerin schon deutlich in die Mitte des Amaturenbretts gerückt sein. Außerdem sollte die komplette linke Seite etwa 2 dB leiser gestellt werden, da man sie durch die geringere Distanz lauter wahr nimmt. Hat man irgendwelche Eigenbauten im Auto (Doorboards mit anderer Ausrichtung oder mehreren Lautsprechern in der Tüt sowie Hochtöner an anderer Position, zählen natürlich andere Werte, die man selber herausfinden muß). Wie gesagt, eine grobe Einstellung kann mit dem Zollstock erfolgen oder per beiliegendem Meßmikrofon (z.B. Pioneer P88RS), das letzte Quentchen muß von Hand justiert werden. Stimmt alles, eröffnet sich mit einem Schlag eine wunderbar breite und tiefe Bühne, total frei und losgelöst. Stimmt die Einstellung zwischen Tiefmitteltöner in der Tür und Hochtöner nicht, klingt alles irgendwie verschoben. Am einfachsten ist natürlich die Einstellung via Meßcomputer, dieser spuckt allerdings einen linearen Frequenzgang (RTA) aus, hier wird dann je nach Geschmack der Bass nachgewürzt. Linear klingt es eher fad.
Hat man eine LZK, welche die Einstellungen nicht in Entfernung (cm oder inch) angibt, sondern in Zeit (Millisekunden ms), hat man es nicht ganz so einfach, aber das Ergebnis ist am Ende das selbe. Hier hilft nur probieren, da verschiedene Frequenzen unterschiedlich schnell ankommen (je höher, desto schneller). Eine globale Umrechnungstabelle gibt es nicht, man könnte es für eine Frequenz umrechnen, aber wie gesagt, 150 Hz kommen langsamer an als 5000 Hz.

 

Mfg Dreas